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Gesund abnehmen - mit der BAHN-BKK
Nie mehr Jo-Jo
Sollen wir Euch eine supertolle Diät vorstellen, bei der Ihr superbequem und superschnell 5 Kilo in 10 Tagen abnehmt? Machbar wäre es zwar schon – gnadenlos Kalorien kürzen, stark entwässern, brutal viel Sport und schon seid Ihr ruckzuck 5 Kilo leichter – aber nicht für lange. Denn sobald Ihr nach der Diät wieder esst wie gewohnt, platzt der Körper ganz schnell aus allen Nähten.
Diäten für die Gewichtsreduktion sind ein ständiges Thema. Immerhin sind mittlerweile 40 bis 50 % der Erwachsenen und schon jedes zehnte Kind in Deutschland zu dick. Jede zweite Frau hat bereits einmal versucht, ihr Gewicht mit einer Diät zu reduzieren. Übergewicht ist aber weniger eine Frage der Schönheit, sondern vor allem eine Frage der Gesundheit: Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und vermutlich auch Darmkrebs hängen eng mit Fehlernährung zusammen. Warum es überhaupt so weit kommt? Ganz einfach weil die Folgen einer Fehlernährung nicht sofort spürbar sind. Wer im Winter in der Badehose ins Freie geht und am nächsten Tag eine schlimme Erkältung hat, ist aus Erfahrung klug geworden und wird diese Verhaltensweise künftig unterlassen. Bis man jedoch bei Übergewicht aus Erfahrung klug wird, ist es meist schon zu spät. Krankheiten, die aus jahrelangen Ernährungssünden entstanden sind, lassen sich kaum mehr reparieren.
Wo kommen bloß die ganzen Pfunde her?
Übergewicht entsteht meist aus der Kombination mehrerer Faktoren:
- Zum einen durch eine Lebensweise mit wenig Bewegung und einer unausgewogenen Energiebilanz, bei der mehr Energie (Kalorien) zugeführt als verbraucht wird. Die überflüssige Energie wird dann für Notzeiten in den Fettzellen eingelagert.
- Zum anderen ist eine Veranlagung zum Dickwerden auch erblich. Jedoch nur die Veranlagung, nicht die Fettzellen selbst! Die Gene allein sind nicht entscheidend, sondern die tatsächliche Lebensweise!
- Eine große Rolle spielen auch die so genannten psychosozialen Faktoren. Dazu gehören familiäre Esstraditionen wie Geschmacksvorlieben, Portionengröße, Essgeschwindigkeit aber auch Verhaltensmaßregeln wie „brave Kinder essen den Teller leer“ sowie selbst herangebildete Verhaltensmuster wie Süßhunger, Stress-/Frustessen sowie falsche Ernährungsgewohnheiten.
- In seltenen Fällen entsteht Übergewicht durch Krankheiten (Schilddrüsenunterfunktion, Störungen im Kortison-Haushalt) oder Medikamente (Hormone, Antidepressiva, Kortikosteroide).
Bin ich zu dick?
Alles Ansichtssache – oder eine Frage der persönlichen Wahrnehmung. Jedenfalls so lange es nur um die paar kleinen Pölsterchen am Po oder auf den Hüften geht. Dicksein und Übergewicht beginnt meist im Kopf. Wer sich selbst einredet, viiieeel zu dick zu sein, dann eine einseitige Crash-Diät mit Reis beginnt, nach drei Tagen keinen Reis mehr sehen kann und zum Ausgleich eine Tafel Schokolade in sich reinstopft, wird vermutlich auf diese Weise ein paar Pfunde draufpacken. Bald die nächste unsinnige Diät anfangen – mit weiteren Frustkilos als Folge.
Geht es um die persönliche Wahrnehmung, so gibt es nur eins: realistisch bleiben! Das Gewicht ist stark vom Körperbau abhängig, und aus einem starkknochigen Körper lässt sich nun einmal keine grazile Figur formen. Oder um es bildhaft vor Augen zu führen: man kann einem Bernhardiner noch so sehr das Futter kürzen, er wird nie die Figur eines Windhundes bekommen. Deshalb sollte das persönliche Gefühl nicht der alleinige Maßstab sein.

