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aktualisiert am: 25.01.2012

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Sexuell übertragbare Krankheiten


Krankheiten die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, gehören genauso zum Thema Verhütung wie die Methoden. Die sexuell übertragbaren Krankheiten, oft auch als STD (sexual transmitted diseases) bezeichnet, werden durch Viren, Bakterien, Protozoen, Pilzen und Parasiten ausgelöst.

Die wohl bekannteste Krankheit dabei ist AIDS. Von vielen als Phrase benutzt, doch was steckt eigentlich genau dahinter? AIDS ist eine Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome und bedeutet soviel wie erworbene Abwehrschwäche des Körpers. Ausgelöst wird diese Krankheit durch den HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus – auf deutsch: menschlicher Immunschwächevirus). Das HIV greift Zellen im Körper an, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Der Zellkern wird dann so verändert, dass neue Viren produziert werden. Damit wird die Abwehrfunktion nicht mehr erfüllt. Die neuen Viren suchen sich wiederum andere Zellen als Opfer und das Spiel beginnt von vorn. Dadurch wird das Immunsystem so geschwächt, dass sich Krankheitserreger leicht ausbreiten können. Nach zirka zehn Jahren trägt der Körper so viele Viren in sich, dass das Immunsystem völlig zusammenbricht, dann spricht man vom Ausbruch der Krankheit AIDS.

Um Euch nicht mit HIV zu infizieren, will Scoop 4 life Euch die verschiedenen Möglichkeiten der Übertragung kurz erklären. Das Virus ist in verschiedenen Körperflüssigkeiten zu finden, jedoch in unterschiedlich hoher Konzentration. Sperma und Blut sind die Körperflüssigkeiten mit der höchsten Konzentration an Viren, geringer ist die Konzentration in der Scheidenflüssigkeit und im Urin.

Das größte Infektionsrisiko liegt beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das Virus wird über die Schleimhaut übertragen. Die Frau hat beim Vaginalverkehr ein höheres Infektionsrisiko als der Mann, da die ganze Vagina aus Schleimhaut besteht. Auch beim Analverkehr ist die Ansteckungsgefahr über die empfindliche Darmschleimhaut sehr hoch. Deshalb solltet Ihr nie auf Kondome verzichten, auch wenn Ihr es in manchen Situationen als Lustkiller empfindet. Aber nur damit könnt Ihr Euch und Eure Partnerin oder Euren Partner schützen. Ein geringeres Risiko ist mit dem Oralverkehr verbunden, aber dennoch kann über die Mundschleimhaut HIV aufgenommen werden. Wer sich oral befriedigen lässt, braucht sich dagegen fast keine Gedanken zu machen. Denn der Speichel enthält nur sehr wenige Viren. Beim Petting und beim Küssen könnt Ihr die Übertragung des HI-Virus ausschließen. Die Haut des Menschen hat eine schützende Hornschicht. Außerdem kann HIV außerhalb des Körpers nicht lange überleben. Beim Küssen unterstützt der eigene Speichel die Abwehr, weil er Viren und Bakterien abtötet. Auch beim sonstigen alltäglichen Umgang braucht Ihr keine Angst vor Infektionen zu haben. HIV wird nicht über eine gemeinsam benutzte Toilette, nicht durch Tränen, Niesen, Husten, im Schwimmbad, in der Sauna oder beim Ohrlochstechen übertragen. Natürlich muss selbstverständlich im normalen Rahmen auf Hygiene geachtet werden.

Doch es gibt noch eine Reihe anderer Krankheiten, die auch über Geschlechtsverkehr (zum Teil auch auf anderen Wegen) übertragen werden können: zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, Tripper, Syphilis, Hepatitis B, Herpes genitalis, Pilzinfektionen und Krätze. Für alle Krankheiten gibt es keinen 100-prozentigen Schutz. Aber wenn Ihr Kondome verwendet, könnt Ihr das Risiko der Ansteckung um ein Vielfaches reduzieren.