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aktualisiert am: 25.01.2012

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Urlaubsstress - das muss nicht sein!


Und damit kommen wir zum kniffligsten Urlaubsstress:

Der Paar- und Partnerstress

Das persönlichste und damit heikelste Thema von allen. Umfragen zeigen: Bei 4 von 5 Paaren fliegen die Fetzen und jede 3. Scheidung wird gleich nach dem Urlaub eingereicht. Dafür gibt es recht unterschiedliche Gründe:

Das Schwierigste ist die ungewohnte Nähe. Im Alltag verbringt man nur wenig Zeit miteinander, und plötzlich heißt es, 24 Stunden am Tag gemeinsam zu verbringen. Womöglich noch bei schlechtem Wetter im engen Hotelzimmer – sich zurückziehen ist unmöglich und je weniger Freiraum bleibt, desto leichter regt man sich über die unausweichlichen Eigenarten des anderen auf.

Oft gehen zudem die Wünsche recht weit auseinander. Sie will Wellness und Shopping, er will Sport und faulenzen am Strand. Hinzu kommen völlig überzogene Erwartungen an den Urlaub, weil man jetzt endlich alles nachholen will, wozu im Alltag keine Zeit bleibt.

Beziehungsstress entsteht aber auch durch unausgesprochene Erwartungen an den Partner nach dem Muster: Er: „Endlich kann ich mich vom Job erholen und etwas für mich tun“ – Sie: „Endlich hat er mal Zeit, sich um mich zu kümmern“. Was dann schnell zu fruchtlosen Grundsatzdiskussionen führt. Pures Gift für die Beziehung!

Also, Leute, damit Euer Urlaub nicht gleich zum Prüfstein für die Paarbeziehung wird:

Vor der Abfahrt:

  • Die eigenen Wünsche äußern und z.B. den letzten Urlaub besprechen, jedoch nicht nörgeln, was so negativ war, sondern die schönen Seiten herausstellen: Was war schön, was möchte ich gern wieder erleben – damit kristallisiert sich schnell heraus, was gemeinsame und was gegensätzliche Interessen sind.
  • Ist die ungewohnte Nähe ein Problem, könnte der Urlaub mit einer Reisegruppe oder in einem Ferienclub die Situation entschärfen – da hängt man sich nicht so dicht auf der Pelle.
  • Klar absprechen, wer die schönste Zeit des Jahres wie verbringen will und wie unterschiedliche Wünsche unter einen Hut gebracht werden können.
  • Bei völlig unterschiedlichen Interessen eine Einigung treffen, z.B. eine Woche darf sie bestimmen, die andere dann er.
  • Aufgabengebiete klar verteilen: Wer ist zuständig für Buchung, wer fürs Packen, wer für andere Erledigungen – zur Sicherheit packt jeder für sich selbst und sorgt dafür, dass alles, was ihm/ihr wichtig sein könnte, tatsächlich im Koffer ist.

Nach der Ankunft

  • Der Stress aus Beruf und Alltag lässt sich nicht immer auf Knopfdruck abstellen – lasst Euch Zeit, um abzuschalten und zu genießen.
  • Falls es doch zu eng miteinander wird und Stress aufkommt: findet einen Kompromiss. Oder schiebt für ein paar Stunden eine räumliche Trennung ein.
  • Im Urlaub bitte keine Grundsatzgespräche über die Beziehung führen, nur weil im Alltag keine Zeit dafür war – das vermiest auch den schönsten Urlaub.
  • Freizeitaktivitäten (wie eine aufregende Raftingtour oder einen Berg besteigen), bei denen beide gemeinsam ein Ziel erreichen wollen, können zusammenschweißen.
  • Raum für die Liebesromantik lassen: den Partner mit einem Frühstück im Bett überraschen, einen mitternächtlichen Spaziergang am mondbeleuchteten Strand inszenieren...

Und mit den vielen Tipps bleibt uns jetzt nur noch eines zu sagen:
Wir wünschen Euch allen einen stressfreien und entspannenden Urlaub!