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Stress
Wie funktioniert Stress?
Der Eustress
Wenn z.B. Stressoren wie Vorfreude oder Anstrengungen bei sportlicher Aktivität auf uns einwirken, werden wir dies wohl kaum als eine unerträgliche Belastung erleben. Dann spricht man von Eustress, was soviel wie guter oder auch angenehmer Stress bedeutet.
Der Disstress
Problematisch wird der Stress erst, wenn er subjektiv als schwere Belastung empfunden wird. Denn dieser Disstress oder auch negative Stress wird nicht, wie z.B. bei sportlicher Anstrengung, sofort abreagiert. Und deshalb sind für uns Ärger, Hetze, Ängste und Sorgen, aber auch mangelnde Zuwendung und fehlende Geborgenheit Empfindungen, die uns negativ belasten. Da der Disstress nicht abreagiert wird, belastet er unseren Körper nicht nur unmittelbar in der Stress-Situation, sondern er staut sich in uns auf. Dadurch kommt es zu einer permanenten Zusatzbelastung für den Körper.
Der Stressmechanismus
Beim Auftreten eines Stressreizes wird über bestimmte Gehirnbahnen das vegetative Nervensystem aktiviert, das die unbewusst ablaufenden Körperfunktionen steuert. Eine wichtige Rolle spielen Sympathikusnerv und Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Der Sympathikus gibt Impulse an das Nebennierenmark ab, das daraufhin die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin in den Blutstrom ausschüttet. Die Hypophyse produziert das Hormon ACTH, das sie über die Blutbahn in die Nebennierenrinde schickt, damit es dort die Produktion verschiedener anderer Hormone (z.B. Hydrocortison) veranlasst. Diese Hormone verteilen sich im ganzen Körper und sorgen dafür, dass der Herzschlag beschleunigt, der Puls verstärkt und die Muskeln stärker durchblutet werden, Fettreserven und Zuckervorräte werden mobilisiert, die Geschwindigkeit der Muskelreaktion wir erhöht und die Blutgerinnung gesteigert. Alle Vorgänge im Körper, die im Augenblick nicht „überlebenswichtig“ sind, werden dagegen gedrosselt: die Durchblutung der Haut und der Organe, die Verdauung und der Aufbau von Körpereiweiß.

