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Allergie
Starke Zunahme von Allergien
Zwar hat es schon immer Allergien gegeben, aber in jüngster Zeit ist eine starke und stetige Zunahme zu beobachten. Als Auslöser sind heute ca. 20.000 Allergene bekannt, Tendenz steigend. Dies beruht nicht auf einer Ursache allein, vielmehr sind viele unterschiedliche Faktoren dafür verantwortlich. Insbesondere unsere veränderten Umwelt- und Lebensbedingungen sowie Essgewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle.
Beispielsweise:
- Ernährung mit deutlich erweitertem Lebensmittelangebot und eine moderne Technologie, die neue (Erdnuss, Soja) und bekannte (Milch, Ei, Nüsse) Rohstoffe in versteckter Form auf den Teller bringt
- vermehrte Haustierhaltung
- moderne, Energie sparende Bauweise, die zu erhöhter Luftfeuchtigkeit führt und damit ideale Voraussetzungen für vermehrtes Milben- und Schimmelpilzwachstum bietet
- vermehrte Umweltverschmutzung: Es kann zu Wechselwirkungen von Luftschadstoffen mit potenziellen Allergenen kommen.
- Stillverhalten: Geringe Stillfreudigkeit erhöht das Allergierisiko.
Sind Allergien erblich?
Die Veranlagung, irgendwann im Leben eine Allergie zu entwickeln, ist genetisch festgelegt, also erblich. Nicht vererbt wird die Allergie an sich. Ob es zum Ausbruch kommt, hängt von unterschiedlichen äußeren Einflussfaktoren ab. Nur fünf Prozent aller Allergiker haben keinen allergiekranken Verwandten. Bei Neugeborenen besteht folgende Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann eine Allergie entwickeln:
- kein Familienmitglied allergisch => Wahrscheinlichkeit 25-15%
- eines der Geschwister allergisch => Wahrscheinlichkeit 25-35%
- ein Elternteil allergisch => Wahrscheinlichkeit 20-40%
- beide Elternteile allergisch => Wahrscheinlichkeit 40-60%

