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Mobbing
Morgens um sechs: der Wecker rappelt. Wäre ja kein Problem, gäbe es da nicht den Klassenkameraden oder Kollegen, der einem mit kleinen Gehässigkeiten oder richtigen Schikanen das Leben zur Hölle macht. Und so wird jeder Tag zu einem Horrortrip. Für viele ist „Mobbing“ zu einem massiven Problem geworden – was Mobbing ist und was man dagegen tun kann, erfährst Du hier.
Was ist Mobbing?
Mobbing kommt von dem englischen Wort „to mob“ und bedeutet „anpöbeln, bedrängen, über jemanden herfallen“. Mobbing hat viele Formen: Eine Person wird heruntergeputzt, wichtige Informationen werden zurückgehalten, Gerüchte werden über sie verbreitet, Gehässigkeiten ausgeteilt, es gab auch schon Fälle, z.B. am Arbeitsplatz, wo Arbeitsmittel gezielt beschädigt wurden, auf die Festplatte ein Virus eingeschleust oder die Bürotür verklebt wird. Ob es ein Einzelner ist, der mobbt, oder gleich eine ganze Gruppe: Immer geht es darum, den Gemobbten systematisch fertigzumachen. Mobbing ist nie eine einzelne Handlung, sondern immer ein langer, zermürbender Nervenkrieg.
Für die Betroffenen kann Mobbing massive Folgen haben. Durch die ständigen Schikanen haben sie Angst, schon wieder etwas falsch zu machen. Sie werden unkonzentriert und unmotiviert, werden durch die psychische Belastung leicht krank. Sie leiden unter Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Erschöpfungs- und Versagenszuständen, in schlimmen Fällen geht das Leiden bis hin zu Depressionen, Identitäts- und Selbstwertkrisen und schließlich sogar Selbstmordgedanken.
Meist endet der Leidensweg mit dem Verlust des Arbeitsplatzes oder dem Wechsel der Schule – entweder weil die Betroffenen irgendwann selbst gehen oder weil ihnen vom Arbeitgeber gekündigt wird. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nicht gerade ideal. Und deshalb ist es wichtig, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen. Solltest Du jemals mit dem Problem Mobbing konfrontiert sein (es muss ja nicht nur um Dich gehen, es kann ja auch um einen Deiner Freunde gehen), so achte auf diese Anzeichen:
Von Mobbing spricht man dann, wenn diese Handlungen mindestens einmal in der Woche und mindestens über ein halbes Jahr hinweg vorkommen. Vielleicht um den Unterschied klar zu machen: morgens mal vom Kollegen nicht gegrüßt oder mal vom Mitschüler angeschnauzt zu werden, ist noch kein Mobbing (auch ein Kollege oder ein Mitschüler hat manchmal einen schlechten Tag, das ist einfach nur eine menschliche Schwäche und jeder sollte die Stärke haben, über solche Vorfälle einfach hinwegzusehen) – zum Mobbing wird es erst, wenn solche Vorfälle ständig vorkommen, hinter dem Rücken des Betroffenen schlecht geredet wird und jemand systematisch einen Blitzableiter für seine Launen sucht. Also bitte aufpassen, bevor jemand leichtfertig des Mobbings beschuldigt wird. Wer jedoch wirklich ein Mobbing-Opfer ist, kann und sollte versuchen, dagegen vorzugehen.


